Immobilienkredit
Den Immobilienkredit nutzt man zur Finanzierung des eigenen Hauses oder einer Wohnung. Er wird oftmals auch als Hypothekendarlehen oder Baufinanzierungskredit bezeichnet.
Der Immobilienkredit fällt unter die langfristigen Kredite und ist von den Zinsen her im Vergleich zu anderen Kreditarten wie Ratenkredite oder Dispositionskredite recht günstig. Der relativ niedrige Zinssatz ist auch schon ein erster Vorteil des Immobilienkredites. Man kann den Immobilienkredit bei seiner Bank beantragen, wenn man in näherer Zukunft vor hat, ein Haus bzw. Wohnung oder/und ein Grundstück zu erwerben oder errichten zu lassen.
Wie bei jedem anderen Kredit gibt es auch beim Immobilienkredit einige Voraussetzungen für die Bewilligung und auch vom Ablauf des Kreditantrages her gibt es beim Immobilienkredit keine großen Besonderheiten. Zunächst wird mit dem Bankberater zusammen die Höhe des Kredites festgelegt. Diese berechnet sich aus der Kaufsumme der Immobilie und weiteren Kosten wie evt. Notargebühren und Maklerkosten. Wenn man nun das vorhandene Eigenkapital abrechnet, ergibt sich der zu finanzierende Betrag.
Im Folgenden wird anhand der Einnahmen-und Ausgabenrechnung die mögliche monatliche Rückzahlungsrate ermittelt. Bei den Einnahmen werden alle Einkünfte wie Gehalt, Kindergeld und weitere Zusatzeinkommen berücksichtigt, bei den Ausgaben alle Kosten für Miete, Nebenkosten, Versicherungen, Lebensunterhalt etc. Im Normalfall kann die Rate für den Immobilienkredit mindestens genauso hoch sein, wie die bisher gezahlte Miete.
Die zu zahlende Kreditrate setzt sich zum einen aus der Tilgung, welche zumeist mit 1-2 Prozent beginnt, und zum anderen dem Darlehenszinssatz zusammen. Steht die Höhe der Rate fest, ergibt sich aus dieser, den zu zahlenden Zinsen und der Kreditsumme die Laufzeit des Darlehens. Bei Immobilienkrediten kann der Kunde zwischen einer Zinsfestschreibung von 5-10 Jahren oder einem variablen Zinssatz wählen. Ein weiterer Schritt bei der Immobilienkredit-Beantragung ist die Besicherung des Kredites. In fast allen Fällen trägt die kreditgebende Bank eine Grundschuld auf das zu finanzierende Objekt / Grundstück zu ihren Gunsten im Grundbuch ein. Die Bank bleibt also so lange Eigentümer, bis der Kredit vollständig getilgt ist.
Grundsätzlich ist der Immobilienkredit also die ideale Kreditform zum Zwecke der Baufinanzierung und bietet dem Kunden Vorteile wie relativ niedrige Zinsen, mögliche Zinsfestschreibung und damit Planungssicherheit für bis zu 10 Jahren. Zudem sind oftmals auch Sondertilgungen möglich, sodass der Immobilienkredit auch recht flexibel ist.